Türkisches Militär beschießt erneut Kobanê in Rojava!

 

Seit Sonntag greift die türkische Besatzerarmee erneut Kobanê in Rojava an. Bei den Bombardements starben bereits Dutzende ZivilistInnen und zwei KämpferInnen der Selbstverteidigungseinheiten Rojavas, YPG und YPJ.

Kobanê ist ein Teil der demokratischen Selbstverwaltung Rojavas und ist ein Symbol der Hoffnung für Millionen Menschen geworden.

Als im September 2014 der sogenannte Islamische Staat mit türkischer Hilfe einen genozidalen Angriff auf Kobanê startete und die kurdische Bevölkerung einem systematischen Massaker unterzog, eilten der Zivilbevölkerung einzig und allein die Volksverteidigungseinheiten der YPG und YPJ zur Hilfe. Durch heftige und verlustreiche Gefechte mit den islamistischen Milizen, erkämpften sie der Bevölkerung Fluchtkorridore, setzten den IS außer Kraft und verdrängten übrige Besatzer vollständig aus der Stadt. Am 26. Januar 2015 wurde die kurdische Stadt Kobanê offiziell als befreit erklärt und wiederaufgebaut.

Am Sonntag griff die Türkei die Stadt Kobanê selbst offensiv an, um ihr faschistisches Machtterritorium zu stabilisieren und die demokratische Autonomie in Rojava (Nordsyrien) zu schwächen. Damit verschafft die Türkei ihren Verbündeten des IS gerade im Südosten Syriens (Dêra Zor) eine gefährliche Atempause und erschwert der YPJ und YPG gezielt den Kampf gegen den IS.

Ein politischer Konsens: Für den erneuten Angriff auf Rojava erhält Erdogan grünes Licht bei dem Vierer-Gipfel Treffen in Istanbul und auch diesmal sind deutsche Waffen an vorderster Front im Einsatz gegen die Bevölkerung von Rojava.

Dabei scheint der heldenhafte Kampf kurdischer Einheiten im Nahen Osten, der im Namen der gesamten Menschheit geführt wurde und den IS weitgehend militärisch besiegt hat, schnell vergessen. Im Gegenzug dafür werden die YPG und YPJ europaweit besonders in Deutschland kriminalisiert und politisch, sowie auch mit Waffenexporten an die Türkei bekämpft.

In Rojava werden vor den Augen der internationalen Staatengemeinschaft auf Kosten der kurdischen Zivilbevölkerung, kaltblütige und habgierige Interessen durchgesetzt. Eine Perspektive für einen langfristigen Frieden gibt es nicht.

Doch Kobanê bleibt ein Symbol des heldenhaften Widerstandes!

Wir rufen daher die gesamte Öffentlichkeit dazu auf, sich solidarisch an den kommenden Demonstrationen zu beteiligen und die Stimmen für die Menschen Rojavas zu erheben!

 

Hoch die internationale Solidarität!
Für ein freies Leben - für die Alternative!
Überall ist Kobanê, überall ist Widerstand!
Bijî berxwedana Rojava-lang lebe der Widerstand in Rojava!

 

 

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