Stellungsnahme der Bundestagsabgeordneten Wiebke Esdar
 
Die YXK und JXK Bielefeld haben, gemeinsam mit InternationalistInnen, am vergangenen Freitag, den 26.01.2018, das Parteibüro der SPD Bielefeld besetzt und forderten die Bundestagsabgeordnete Wiebke Esdar dazu auf, eine klare Haltung für den Frieden in Afrin zu beziehen und eine Bundestagsdebatte, über das vorgehen Deutschlands als agierender Partner der Türkei in diesem Krieg, anzuregen.

Nach langen Gesprächen und Telefonaten, wurde ein telefonisches Gespräch mit Frau Esdar abgehalten, indem man nochmals die Forderungen deutlich machte.

 
Bild könnte enthalten: im Freien
 
Die Stellungsnahme von Frau Esdar lautet wie folgt:
 
Solidarität mit den Menschen im Gebiet um Afrin 

Angesichts der Angriffe durch die türkische Armee auf kurdische Städte, Dörfer und Stellungen im Syrien und im Irak, erklärt die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD in Bielefeld, Wiebke Esdar:
 
„Ich bin sehr besorgt über den militärischen Konflikt im Norden von Syrien und ich habe großes Verständnis für die großen Sorgen um die Menschen im Gebiet um Afrin."
 
Die kurdischen Einheiten, insbesondere die YPG und YPJ in Syrien, waren lange Zeit die einzigen Bodentruppen, die sich der Terror- und Mörderbande „Islamischer Staat" entgegengestellt und sie so aufgehalten haben. Nicht umsonst galten Rojava, also die freien kurdischen Gebiete in Syrien, und die autonome kurdische Region im Irak für viele Verfolgte und Flüchtlinge als einziger sicherer Schutzraum in der gesamten Region. Der Angriff auf diese vorderste Front gegen den Terror darf von Deutschland nicht einfach hingenommen werden, auch wenn es sich bei dem Aggressor um einen NATO-Partner handelt. Dass sich die kurdischen Einheiten dabei mit deutschen Raketen gegen deutsche Panzer verteidigen, mit denen sie im Kampf gegen den IS ausgestattet wurden, offenbart nun die ganze Absurdität dieses Konfliktes.
 
„Wir müssen dafür sorgen, und dafür werde ich mich auch im Bundestag einsetzen, eine weitere Eskalation zu stoppen, den humanitären Zugang zu ermöglichen und die Zivilbevölkerung zu schützen. Die Chance auf politische Verhandlungen für Frieden, Demokratie und Stabilität ist da und darf nicht durch weitere militärische Auseinandersetzungen gefährdet werden."

 

 

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